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Power Platform 2026: Die wichtigsten Features

Microsoft treibt die Weiterentwicklung der Power Platform in einem atemberaubenden Tempo voran. Wer die Plattform beruflich einsetzt, kommt kaum nach, alle Neuerungen zu verfolgen. In diesem Artikel fasse ich die wichtigsten Features zusammen, die 2026 für Power Automate und Power Apps relevant sind.

Power Automate: KI-Agenten als Game Changer

Der größte Sprung in 2026: Autonome KI-Agenten in Power Automate. Microsoft hat die Agentic-Architektur tief in den Flow-Builder integriert. Statt klassischer “If-Then”-Logik können Flows nun selbstständig Entscheidungen treffen, Kontext verstehen und mehrstufige Aufgaben ohne manuellen Eingriff abarbeiten.

Was das in der Praxis bedeutet:

  • Ein Agent kann eingehende E-Mails nicht nur weiterleiten, sondern inhaltlich verstehen, kategorisieren und die passende Antwort selbst formulieren
  • Genehmigungsprozesse können vom Agenten vorverarbeitet werden — er sammelt alle nötigen Informationen, bevor ein Mensch die finale Entscheidung trifft
  • Exception-Handling: Der Agent erkennt unerwartete Situationen und sucht selbst nach einer Lösung, statt den Flow zu unterbrechen

Copilot in Power Automate: Flow-Erstellung per Sprache

Die Copilot-Integration hat sich seit dem Launch deutlich verbessert. Heute können Sie einem Flow-Copiloten in natürlicher Sprache sagen:

“Erstelle einen Flow, der jeden Montag alle offenen SharePoint-Aufgaben mit überfälligem Fälligkeitsdatum per Teams-Nachricht an die jeweilige verantwortliche Person schickt.”

Copilot generiert daraus einen fertigen, lauffähigen Flow — inklusive aller Konnektoren, Bedingungen und Variablen. Die manuelle Konfiguration reduziert sich auf ein Minimum.

Neue Copilot-Funktionen 2026:

  • Flow-Erklärung: Copilot erklärt bestehende, komplexe Flows in einfacher Sprache
  • Fehlerdiagnose: Bei fehlgeschlagenen Runs analysiert Copilot den Fehler und schlägt eine Lösung vor
  • Optimierungsvorschläge: Copilot identifiziert Performance-Probleme in bestehenden Flows

Desktop Flows (RPA) — Reife Plattform

Power Automate Desktop hat sich zur ernstzunehmenden RPA-Plattform entwickelt. Die wichtigsten Neuerungen:

  • KI-gestützte Recorder: Der Desktop-Recorder erkennt UI-Elemente auch dann zuverlässig, wenn sich das Layout der Zielanwendung ändert
  • SAP-Connector: Nativer SAP-Connector ohne UI-Automation — direkter API-Zugriff auf SAP-Systeme
  • Verbesserte Fehlerbehandlung: Detailliertes Logging und automatische Retry-Strategien
  • Unattended Runs: Vollautomatische Ausführung auf Cloud-Maschinen ohne lokale Installation

Power Apps: Copilot Studio & Generative AI

Canvas Apps mit KI-Komponenten

Canvas Apps können jetzt direkt KI-Komponenten einbetten — ohne Code:

  • AI Prompt Builder: Definieren Sie in der App einen Prompt, der mit Formularfeldern befüllt wird, und zeigen Sie das Ergebnis direkt in der App an
  • Intelligente Formulare: Pflichtfelder werden basierend auf bereits eingegebenen Daten dynamisch ein- oder ausgeblendet
  • Natural Language Filter: Endbenutzer können Datentabellen per Freitext filtern (“Zeig mir alle Aufträge aus Wien vom letzten Quartal”)

Model-Driven Apps: Copilot als Standard

In Model-Driven Apps (Dataverse-basiert) ist Copilot jetzt standardmäßig aktiviert. Nutzer können:

  • Datensätze per Spracheingabe anlegen und bearbeiten
  • Zusammenfassungen von Kundenhistorien abrufen
  • Nächste Handlungsempfehlungen basierend auf CRM-Daten erhalten

Power Apps Mobile — Offline verbessert

Die Offline-Fähigkeit der mobilen Apps wurde grundlegend überarbeitet. Komplexe Datensynchronisation läuft jetzt im Hintergrund, Konflikte werden automatisch aufgelöst.

Process Mining: Automatisierungspotenziale erkennen

Power Automate Process Mining ist in der Breite angekommen. Das Tool analysiert Ihre bestehenden Systeme (ERP, CRM, SharePoint-Logs) und zeigt automatisch auf:

  • Welche Prozesse die meiste manuelle Arbeit verursachen
  • Wo Abweichungen vom Soll-Prozess auftreten
  • Welche Automatisierungen den höchsten ROI hätten

Neu 2026: Integration mit Copilot — Process Mining schlägt direkt konkrete Power Automate Flows vor, die die identifizierten Schwachstellen beheben.

Mein Fazit

Die Power Platform ist 2026 keine “Low-Code-Spielwiese” mehr — sie ist eine ernstzunehmende Unternehmensplattform, die mit KI-Agenten und Copilot-Integration Aufgaben übernimmt, für die man früher Entwickler oder teure Spezialsoftware brauchte.

Gerade für mittelständische Unternehmen, die keine eigene Softwareentwicklung haben, bietet die Power Platform ein enormes Potenzial. Der Schlüssel liegt darin, die richtigen Anwendungsfälle zu identifizieren und die Plattform professionell einzuführen.

Weiterführende Ressourcen:

Haben Sie Fragen zu konkreten Features oder möchten Sie wissen, was davon für Ihr Unternehmen relevant ist? Kontaktieren Sie mich — ich helfe Ihnen dabei, die Möglichkeiten einzuschätzen.

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Als Freelancer für IT Prozessautomatisierung in Wien unterstütze ich KMU bei der Umsetzung — von der Beratung bis zum fertigen Workflow.